Eingreifen bei Diskriminierung – Aber wie?

Ein Praxisnaher Workshop für Kitafachkräfte, in dem Handlungsstrategien für die Zusammenarbeit mit Kindern erarbeitet werden

In Kooperation mit dem Institut Kinderwelten am 6. & 7. November 2025 9-16 Uhr in Biebrich

Viele von uns kennen die Situation, wenn Kinder in der Kita abwertende oder diskriminierende Aussagen machen oder sich so verhalten. Erwachsene sind dann oft zunächst irritiert oder betroffen. Häufig wird versucht das Geschehene zu übergehen oder es erfolgt eine sehr emotionale Reaktion. Beides ist für Kinder nicht hilfreich: Wird diskriminierendes Verhalten nicht thematisiert, kann der Eindruck entstehen, es sei unproblematisch oder sogar richtig. Eine sehr aufgeregte Reaktion wiederum kann Kinder beschämen, ohne dass sie wirklich verstehen, was daran falsch war.

Ein pädagogisch reflektiertes Eingreifen ist entscheidend. Es macht deutlich, dass niemand aufgrund eines Teils der eigenen Identität benachteiligt oder ausgegrenzt werden darf und dass diese Haltung für alle gilt. Schutz vor Diskriminierung insbesondere für betroffene Kinder und Familien hat oberste Priorität. Dies ist ein Rechts- und Bildungsanspruch, der zudem auch im Grundgesetz, den Kinderrechten und dem BEP verankert ist.

Zwei Referent*innen des Instituts Kinderwelten werden dazu auf der Basis der Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung© mit uns zwei Tage lang an konkreten Handlungsstrategien arbeiten. Wir erfahren, wie sich pädagogische Fachkräfte in diskriminierungssensiblen Situationen sicher positionieren und reagieren können. Dabei werden sowohl hilfreiche Interventionsmöglichkeiten als auch typische Stolpersteine aus der Praxis thematisiert.

Das Intervenieren ist ein klares Eintreten für Vielfalt und Demokratie, damit Kita ein Schutzraum für Kinder und deren Entwicklung, aber auch für Familien und alle Mitarbeitenden bleibt.

Wir freuen uns über Anmeldungen an: monika.kmetovic@mitinitiative.de

Eingreifen bei Diskriminierung – aber wie?

6. + 07.November 2025 | 9:00 – 16:00 Uhr

  • ein kostenfreies Angebot (ermöglicht durch die Fach- und Koordinierungsstelle Demokratie Leben in Wiesbaden)
  • Veranstaltungsort: Wiesbaden-Biebrich
  • die Anmeldung ist nur für beide Tage möglich
  • eine Fachkraft je Kita (Warteliste möglich)

Gerne kann die Ausschreibug auch an andere Fachkolleg*innen weitergeleitet werden.

Was ist eigentlich Diskriminierung?

  • Diskriminierung beschreibt die unterschiedliche Behandlung und Benachteiligung von Menschen. Menschen können aus verschiedenen Gründen ungleich behandelt werden:
    Geschlecht / ethnische Herkunft / rassistische und antisemitische Zuschreibung / Religion und Weltanschauung
  • Behinderung / chronische Erkrankung / Lebensalter / Sprache
  • sexuelle und geschlechtliche Identität / sozialer Status

Diskriminierungen können direkt oder indirekt, mit oder ohne Absicht geschehen. Neben individueller Diskriminierung gibt es auch strukturelle Diskriminierung.

Diskriminierung bei jungen Kindern

Diskriminierungserfahrungen im jungen Lebensalter haben einen negativen Einfluss auf die Entwicklung von Kindern. Sie schaden Kinder in ihrem Selbstwertgefühl und stellen ein großes Hindernis für eine positive Identitätsentwicklung dar. In einzelnen Fällen können Diskriminierungserfahrungen traumatisierend wirken. Deshalb ist es wichtig, Diskriminierungsmechanismen zu verstehen und Unterstützung für Betroffene und Angehörige von Beginn an anzubieten.

(aus: https://www.kids.kinderwelten.net/de/Was%20ist%20Diskriminierung%253F/)