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Abende der Vielfalt

Abende der Vielfalt
IKF e.V.

Die „Abende der Vielfalt“ bieten mittlerweile ein festes Angebot, um unterschiedliche Orte, vielfältige Perspektiven und anregende kulturelle Perlen im Wiesbadener Stadtteil Biebrich kennenzulernen. Die Veranstaltung gibt den teilnehmenden Menschen die Möglichkeit generationsübergreifend zusammen zu kommen. Die Einzelveranstaltungen können in einem Rundgang nacheinander besucht werden. Start ist eine Führung durch den Stadtteil zu den Wurzeln jüdischen Lebens. Musik, Lesungen etc. an „ungewöhnlichen Orten“ fordern zum Nachdenken auf. In enger Kooperation mit dem Ortsbeirat Wiesbaden-Biebrich wird eine gemeinsame Veranstaltung durchgeführt. Dadurch entsteht ein inhaltlicher Schulterschluss zwischen der PfD und der lokalen Politik. Die Themen: unterschiedliche Perspektiven und doch Heimat finden, Vielfalt stärken und Diversität leben, werden in einer Podiumsrunde dem Publikum nähergebracht. Eine begleitende Öffentlichkeitsarbeit bringen die Abende und das Thema auch über die Grenzen des Stadtteils hinweg in die Stadtgesellschaft ein. Wiesbaden- Biebrich präsentiert sich als weltoffener, neugieriger und lebendiger Stadtteil, der seinem Label – Ort der Vielfalt – gerecht wird.

Abende der Vielfalt2021-07-30T13:09:34+02:00

Der Klangraum – ein demokratisches Basistraining

Der Klangraum – ein demokratisches Basistraining
Förderverein der Walkmühle

Ein mobiler Klangraum lädt zum Entdecken, Hören und zum Zusammenspiel ein.

Zahlreiche in Gestellen frei schwingend aufgehängte Alltagsgegenstände ermöglichen ein barrierefreies Spiel, das keine musikalischen Vorkenntnisse erfordert. Im Zusammenspiel entfaltet sich non-verbale Kommunikation.

Es geht ums Zuhören, um das Akzeptieren von Fremdem und Unbekanntem, um das Sich-äußern innerhalb einer Gruppe, das Sich-einlassen auf einen Gesamtklang, um eigene Gestaltung und Sich-führen lassen, um nur einige Aspekte zu nennen.

Die entstehenden akustischen Gebilde sind hörbares Resultat offener demokratischer Prozesse. Sie bilden die Qualität dieser Prozesse ab und geben dadurch ein direktes Feedback. So wird für die Teilnehmenden das Zustandekommen oder auch das Scheitern einer demokratischen Kommunikation sofort erlebbar und nachvollziehbar.

Höre ich was die anderen spielen? Wird das Spiel von lauten Objekten dominiert? Füge ich mich ein in den Gesamtklang? Werde ich gehört? Bin ich zu leise? Oder zu laut? Agieren wir als Gruppe oder jeder für sich? Kommen wir zusammen?

Der Klangraum – ein demokratisches Basistraining2021-07-20T14:43:39+02:00

Fem:Fest – Onlineangebote für Frauen-, Inter-, Trans*-feindlichkeit

Fem:Fest – Onlineangebote für Frauen-, Inter-, Trans*-feindlichkeit
DGB Jugend Südhessen

Das Fem:Fest (ehemals Lady*fest)-Konzept basiert auf einem US-amerikanischen Veranstaltungsformat, das Anfang der 2000er-Jahre von dort eine Verbreitung auch im europäischen Kontext, insbesondere in Deutschland erfuhr. Die Fem:Fest-Idee greift subkulturelle Elemente aus der Riot-Grrrl-Bewegung und von DIYAnsätzen auf und entwickelt sie weiter. Inhaltlich stehen feministische Themen im
Fokus sowie Frauen, Inter, Non-bin r, Trans*, A-Gender (FINTA*), denen sich mit aufklärerischen, supportenden und empowernden Ansätzen zugewendet wird. Dieses Jahr werden wir unter dem Titel Fem:Fest aktiv, um diese Diversität auch im Titel mit abzubilden.

In Wiesbaden haben wir als Veranstaltungsgruppe jeweils 2018 und 2019 ein erfolgreiches Lady*fest mit Unterstützung von Demokratie leben! in der Kreativfabrik und 2020 digital durchgeführt. In diesem Jahr wird das Fem:Fest wieder zum Großteil digital stattfinden, um
während der weiterhin anhaltenden Corona-Pandemie und dem damit einhergehenden unvorhersehbaren Infektionsgeschehen, Inzidenzen und regionalen Lockerungen/Einschränkungen möglichst allen Interessierten einen Zugang zu ermöglichen. Im letzten Jahr haben wir bereits einige Erfahrung sammeln können, sowie die Vorteile digitaler Konzepte kennengelernt. Es konnten durch die digitalen Formate zum einen mehr Menschen erreicht werden, zum anderen wurde das Fest dadurch auch leichter zugänglich. Falls die aktuelle
Situation es zulässt sollen jedoch auch bewährte analoge Formate angeboten werden, die durch andere Mittel finanziert werden.

Der zeitliche Rahmen ist an das digitale Konzept angepasst. Ab Ende Oktober bis Ende November sollen ein- bis zweimal wöchentlich unsere Veranstaltungen live digital stattfinden oder online gestellt werden. Wir enden mit einer digitalen Abschlussveranstaltung um den 25.11.2021 zum Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen (Datum und Uhrzeit werden regional abgestimmt).

Wir produzieren verschiedenen Formate von Podcasts über Online-Workshops zu Online-Vorträgen und dem Zeigen einer Dokumentation. Unser Werbekonzept setzt dieses Jahr, wie im letzten Jahr, auf eine digitale Ansprache und wir nutzen zusätzlich Kanäle wie Instagram und Youtube. Zudem setzen wir wie gehabt auf Flyer, Plakate und regionale (Veranstaltungs-)zeitungen.

Podcasts
– Gewalt gegen Frauen – ein Gespräch mit Regisseurin Svaantje Schröder
– Podcast zum Thema Fettfeindlichkeit/Fatshaming
– Sexismus in sozialen Bewegungen
Vorträge
– Muslimisch, queer und feministisch – keine Gegensätze!. über whitefeminism, Gleichberechtigung im Islam und Glauben als Grundlage für Aktivismus.
– Intersektionale Kritik der Polizei und abolitionistische Perspektiven in Deutschland
– Schwarze feministische Bewegung(en) in Brasilien
Workshops
– Zines against Patriarchy
– Catcalls – und dann?
– Workshop zu Zyklusbewusstsein
Filme
– Ergänzend zum Vortrag zu Schwarzen feministischen Bewegungen in Brasilien wollen wir die Doku „Sementes – Mulheres pretas no poder“ zeigen

Die Veranstaltungen sind für alle Menschen offen (Ausschluss über Antidiskriminierungs-klausel). Dieses Jahr sollen zudem weiter Barrieren für Teilnehmende durch den Einsatz von Gebärdendolmetscher*innen abgebaut werden. Es ist uns besonders wichtig, die Inhalte barrierearm zu gestalten, deswegen haben wir uns entschieden, den Einsatz von Gebärdedolmetscher*innen und die Untertitelung der Vorträge sowie Verschriftlichung der Podcasts zu berücksichtigen. Wir erachten es als besonders wichtig, die Veranstaltungen möglichst inklusiv zu gestalten, weswegen wir hier einen größeren Posten im Finanzplan veranschlagt haben.

Einzelne Workshops richten sich ggf. rein an Betroffene und werden vorab als FINTA*-Workshops gekennzeichnet. Für interaktive Formate ist eine Vorabanmeldung nötig. Vorträge werden von uns moderiert und so über Onlinetools gestaltet, dass Fragen schriftlich gestellt werden.

Umgesetzt wird das Programm durch das ehrenamtliche Organisationsteam, das sich um Akquise, Bewerbung, Technik und alle anderen organisatorischen Dinge kümmert. Im Vergleich zu Vorjahr hat sich das Organisationsteam erheblich vergrößert, was als Erfolg des letzten Lady*Fest/Fem:Fest und die Vergrößerung der Reichweite durch das digitale Format gewertet werden kann.

Das Unterstützerinnen-Bündnis besteht aus verschiedenen Gruppen, Jugendverbänden, Hochschulgruppen und AStA-Referaten. Das Bündnis weist einen überregionalen Charakter für das Rhein-Main-Gebiet auf, hat seinen Hauptwirkungspunkt allerdings in Mainz/Wiesbaden. Die DGB-Jugend Südhessen tritt als Trägerin auf, um die Abrechnung für diesen Part zu gewährleisten.

Fem:Fest – Onlineangebote für Frauen-, Inter-, Trans*-feindlichkeit2021-07-08T12:25:52+02:00

Zusammen Raus! im Rahmen von WIR in Wiesbaden

Zusammen Raus! im Rahmen von WIR in Wiesbaden
Spiegelbild – politische Bildung in Wiesbaden

Das letzte Jahr hat das Leben auf der ganzen Welt verändert. Die Corona-Pandemie verdeutlicht, was Zusammenhalt und Dankbarkeit für unser Zusammenleben bedeutet. Diese Krise zeigt aber auch, wie viele Risse in der Gesellschaft existieren. Nach der Pandemie brauchen wir dringend eine wertschätzende, offene, solidarische, freundliche und vor allem gerechte Gesellschaft! Mit WIR in Wiesbaden – Zusammen Raus! möchten wir diesen Schritt wagen und Menschen wieder zusammen bringen.

Auch wenn in Zeiten von Corona Formate erschwert umzusetzen sind, bleibt WIR in Wiesbaden dran und mischt sich weiterhin in den politischen Raum.WIR in Wiesbaden hat neue digitale Möglichkeiten entdeckt, die sie langfristig nutzen werden auch in diesem Jahr –wir setzen wieterhin auf hybride Formate. Dadurch erreicht WIR in Wiesbaden mit ihren Themen wieder Menschen aus dem gesamten Stadtgebiet.

https://wir-in-wiesbaden.net

Zusammen Raus! im Rahmen von WIR in Wiesbaden2021-07-19T14:42:52+02:00

Abolitionistische Frauenrechtlerinnen in Wiesbaden – A Short Story

Abolitionistische Frauenrechtlerinnen in Wiesbaden – A Short Story
Youth Power Germany e.V.

Ich atme tief durch. An nur einem Tag habe ich 21-23 aktuelle Prostitutionsstätten, 5-7 frühere Prostitutionsadressen, zwei Mord-Tatorte, den Bauplatz eines verhinderten Bordells und eine geschlossene Prostitutionsstätte passiert. Einige davon mehrfach. Wie passt das zu einem Bericht, den 2010 die Frankfurter Rundschau abdruckte:

Eigentlich hat das älteste Dienstleistungsgewerbe der Welt in Wiesbaden keine große Tradition. Vier legale Bordelle, zwei an der Mainzer Straße, sowie je eines in Biebrich und Kastel – mehr gibt es bei uns nicht’, zählt [ein Mitarbeiter] vom Ordnungsamt auf. Damit gebe es auch kein klassisches Rotlichtviertel wie etwa in Frankfurt. Der Grund liegt für B. auf der Hand: ‘Das Gewerbe wird von der zumeist bürgerlichen Bevölkerung einfach nicht angenommen.’ Wo keine Nachfrage ist, gäbe es auch kein Angebot.”

(aus: http://manuela-schon.de/2016/03/01/ein-ganz-gewoehnlicher-freitag-prostitution-im-wiesbadener-untergrund/ )

Wiesbaden hat nicht nur ein sehr verdecktes Prostitutionsangebot vorzuweisen, sondern auch eine gewichtige geschichtliche Stellung für die Abolitionsdiskussion. An keinem anderen Ort als dem Wiesbadener Kurhaus fanden zu Beginn des 20 Jahrhunderts frauenrechtliche und abolitionistische Veranstaltungen mit internationalen Rednerinnen statt.

Diese Wiesbadener Geschichte möchten wir filmisch nachzeichnen, indem wir den frauenrechtlichen und abolitionistischen Aktivismus der Soziologin und Aktivistin Manuela Schon in Szene setzen. Manuela Schon hat sich nicht nur politisch und aufklärerisch in Wiesbaden für Frauenrechte, Gleichberechtigung und demokratische Werte eingesetzt, sondern auch ganz praktisch mehreren Frauen in Wiesbaden (überwiegend Angehörige der Roma) aus der Armutsprostitution heraus geholfen.

Wir begleiten Manuela Schon zu bedeutenden ‘Gedenkstätten’ der Wiesbadener Abolitionismus-Geschichte und fahren mit der Buslinie 6 (Mainzer Straße, Kasteller Straße und weitere) zu den offenen und versteckten Bordell-Betrieben der Stadt. Dabei lassen wir uns von ihr in die historischen und gesellschaftlichen Hintergründe der Prostitution einweihen, besprechen Kapitalismus, Patriarchat, Frauenrechtsbewegungen und solidarische Aktivitäten.

Der Film (25 Minuten) soll insbesondere jungen Wiesbadenern (ca. 16 bis 30 Jahre) einen Eindruck zu diesem Thema vermitteln und durch den Bezug zu ihrer Stadt tiefer wirken lassen.

Hier geht es zum Film https://www.youtube.com/watch?v=A1sQIFsVdb8

Abolitionistische Frauenrechtlerinnen in Wiesbaden – A Short Story2021-07-28T09:19:40+02:00

Riederbergschule zeigt Flagge für Vielfältigkeit und Respekt!

Riederbergschule zeigt Flagge für Vielfältigkeit und Respekt!
Förderverein der Riederbergschule

Mit einer Flagge „Vielfältig sein, Respekt leben“ möchte das Kollegium der RBS seine Haltung deutlich machen.
Der Gedanke von Akzeptanz einer vielfältigen Gesellschaft in der man sich mit Respekt begegnet, soll für die Öffentlichkeit sichtbar gemacht werden. Die Platzierung der Flagge am Haupteingang gibt ein Zeichen für ein „Du bist willkommen mit deiner Vielfältigkeit an dieser Schule.“
Schülerinnen und Schüler, Kolleginnen und Kollegen, Eltern und Kooperationspartner wird an der RBS offen, verständnisvoll und freundlich begegnet. Es besteht ein Interesse an der Vielfältigkeit des Gegenübers und Geduld bei der Begleitung der Menschen in ihrer besonderen Lebenssituation.

Brotboxen mit dem Aufdruck „Vielfältig sein – Respekt leben“ transportieren den Gedanken des respektvollen Umgangs weiter in das Umfeld der Riederbergschule z.B. in die Familien. Es kann ein Anschub sein zur Reflektion des eigenen Umgangs mit dem eigenen nahen Umfeld.

Ziel ist es eine besondere Aufmerksamkeit auf das Thema Vielfältigkeit und Respekt im Schul- und Lebensalltag zu haben und zu reflektieren, wie es umgesetzt wird und werden kann.

http://www.demokratie-leben-in-wiesbaden.de/wp-content/uploads/2021/07/Keiner-möchte-ausgelacht-oder-wie-Luft-behandelt-werden.pdf

Riederbergschule zeigt Flagge für Vielfältigkeit und Respekt!2021-07-06T16:17:04+02:00

Griechische Arbeitsmigration in Wiesbaden

Griechische Arbeitsmigration in Wiesbaden
IKF e.V.,  Maike Wöhler, Christos Manztios

Die Ausstellung, mit Schwerpunkt der Zuwanderung und Arbeitsmigration griechischer sogenannter „Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter“ der 1960er Jahre in Wiesbaden, zeigt im Rahmen der Ausstellung (auf der Basis angewandter Feldforschung und Oral History) nicht nur Beispiele „gelungener“ Integrationen auf. Es werden im besonderen ganz persönliche Geschichten über das Weggehen, das Zurücklassen der „Heimat“ und über den Prozess des „Ankommens und Bleibens“ anschaulich dokumentiert. In einer „Willkommensgesellschaft“ ist es wichtig, die vielfältigen Integrationsleistungen der Zugewanderten zu würdigen und ihnen eine gesellschaftliche Plattform zu geben. Es soll eine Sichtbarmachung diverser Identitäten und Kulturpraktiken erfolgen mit dem Ziel, Diskriminierungen entgegenzuwirken. Ferner sollen auch Handlungsstrategien für die derzeitige und künftige Integrationsarbeit entwickelt werden.

Die Ausstellung wird in Wiesbaden stattfinden.

Zielgruppen sind Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Familien, Senior*innen, Tourist*innen, Individual- oder Gruppenbesucher*innen – Einheimische, Mehrheimische.

Hier gehts zum Link der Ausstellung

http://www.demokratie-leben-in-wiesbaden.de/wp-content/uploads/2021/07/Programmheft-Stadtarchiv.pdf

Photocredit © Stadtarchiv Wiesbaden

Griechische Arbeitsmigration in Wiesbaden2021-07-19T12:50:55+02:00

Hessen gegen Hetze

Hessen gegen Hetze – GEMEINSAM GEGEN
HATE SPEECH

WER WIR SIND?
Wir, die Meldestelle HessenGegenHetze, bieten eine staatliche Plattform, an die Du Dich wenden kannst, um Hate Speech im Internet einfach und anonym zu melden. Wir bewerten eingegangene Meldungen, sichern Beweise und leiten sie an die zuständigen Behörden weiter. So ist ein schnelleres Vorgehen gegen strafbare und verfassungswidrige Inhalte möglich. Auf Wunsch erhältst Du eine Rückmeldung über unsere Bewertung. Solltest Du direkt oder indirekt von Hate Speech betroffen sein, vermitteln wir Dich zusätzlich gerne an passende Beratungs- und Unterstützungsangebote.

WAS IST HATE SPEECH?
Unter Hate Speech verstehen wir alle Ausdrucksformen, die Personengruppen oder einzelne Personen aufgrund von Merkmalen, die ihnen zugeschrieben werden, angreifen oder herabwürdigen. Aggressive und diskriminierende Äußerungen sind dabei häufig, aber nicht ausschließlich, auf den Beruf und/oder das Ehrenamt, die politische Einstellung, das persönliche Engagement und Interesse, die sexuelle Identität (biologisches, soziales, physisches Geschlecht und sexuelle Orientierung), die physischen, psychischen oder mentalen Merkmale, die Nationalität, die Religionszugehörigkeit,
den sozialen Status, die Weltanschauung oder die ethnische Zugehörigkeit bezogen.
Hate Speech bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Meinungsäußerungsfreiheit und den Normen des Strafrechts. Besonders schwerwiegende Formen von Hate Speech können strafrechtlich relevant sein.

Hessen gegen Hetze2021-07-27T08:57:06+02:00

Femizid – jeden dritten Tag

Femizid – jeden dritten Tag
Wiesbadener Burgfestspiele e.V.

Femizid in Deutschland ist real. Die Gewalt gegen Frauen nimmt zu. Jeden dritten Tag bezahlt eine Frau in Deutschland männliche Gewaltexzesse mit ihrem Leben. 

So auch in der Nacht zum 01. März 2020, als in der Wiesbadener Wellritzstraße die 49-jährige Sevinc M. von ihrem Noch-Ehemann erschossen wurde.
Aufgrund von Corona und der damit einhergehenden Lockdown-Situationen wurden die unerträglich hohen Zahlen nochmals gesteigert. Folgen wir der Statistik, kennt in Deutschland jede Person einen Täter oder ein Opfer.
Dieses Phänomen ist global. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen werden weltweit täglich 137 Frauen von einem Familienmitglied oder (Ex-)Partner getötet, rund 60 Prozent aller getöteten Frauen weltweit. In Deutschland und Frankreich sind das über 120 Femizide pro Jahr und Land. In Österreich wurden dieses Jahr schon elf Frauen getötet. EU-weit ein Rekord. Dabei galt das Land sehr lange als fortschrittlich, was den Schutz von Frauen betrifft. 2020 wurden laut polizeilicher Kriminalstatistik 31 Frauen – häufig von ihren (Ex-)Partnern oder Familienmitgliedern – ermordet. Italien zählt zu den Ländern mit den meisten Femiziden. Von Anfang 2020 bis heute wurden in Italien 125 Frauen von Männern ermordet. In der Türkei zählte die Initiative »Wir stoppen Frauenmorde« im vergangenen Jahr über 470 Femizide. Die offiziell erfasste Statistik in Mexiko gibt 97,6 Mordopfer pro Tag für 2019 an, diese Zahl stieg im ersten Halbjahr 2020 auf 98,8 pro Tag.

Frauen und Mädchen werden vielfach und nach wie vor als „selbst schuld“ stigmatisiert. Und Gewalt gegen Frauen, geschlechtsbezogene Gewalt, wird verharmlost, indem von Beziehungstaten, Verbrechen aus Leidenschaft oder Familiendramen (s.o.) geredet und geschrieben wird. Bei einem Delikt in einer Familie wird gar von einem erweiterten Suizid (!) gesprochen. Vor Gericht können Täter in Deutschland mit einer erstaunlichen Milde bei der Strafmaßfindung rechnen, verglichen mit der Rechtsprechung bei anderen Gewaltdelikten.

Echte präventive Maßnahmen fehlen, auch wenn der Sachverhalt seit Jahrzehnten bekannt ist. Selbst die Umsetzung der Istanbul-Konvention, die am 1. Februar 2018 in Kraft getretene Übereinkunft des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, kommt in Deutschland nur schleppend voran.

Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe wollen wir die Situation, Ursachen und mögliche Lösungen beleuchten, denn während im Ausland Hunderttausende gegen Frauenmorde protestieren, ist es in Deutschland immer dann auffällig still und regungslos, wenn es um Gewalt gegen Frauen geht.

Das aktuelle Kooperationsteam besteht aus Christa Leiffheidt, Wiesbadener Burgfestspiele e.V., Kim Engels, frauen museum wiesbaden, Saskia Veit-Prang, Kommunale Frauenbeauftragte und Matthias Chalmovsky, Amnesty International Wiesbaden

PROGRAMM:

Sonntag, 26.09.21, 17:00 Uhr, Kulturzentrum Schlachthof, Kesselhaus, Murnaustraße 1, 65189 Wiesbaden:

Christina Clemm, Rechtsanwältin und Fachanwältin für Strafrecht und Familienrecht, liest aus Ihrem Buch: „AktenEinsicht“ – Geschichten von Frauen und Gewalt, erschienen im März 2020 im Verlag Antje Kunstmann. Anschließend: Publikumsgespräch.
Moderation: Kim Engels, frauen museum wiesbaden.

Freitag, 15.10.21, 19:00 Uhr, Saal im Roncalli-Haus, Friedrichstraße 26-28, 65185 Wiesbaden

Judith Götz vom Autor*innenkollektiv Fe.In liest aus „Frauen*rechte und Frauen*hass“, erschienen im August 2019 im Verbrecherverlag. Anschließend: Publikumsgespräch.
Moderation: Kim Engels, frauen museum wiesbaden.

23. November 21, 19:00 Uhr, Saal des Roncallihaus, Friedrichstraße 26-28, 65185 Wiesbaden

Podiumsdiskussion mit:
Dr. Monika Hauser
, Gründerin der Frauenrechtsorganisation Medica Mondiale, Trägerin des Alternativen Nobelpreises

Barbara Lochbihler, Mitglied im UN Ausschuß gegen Erzwungenes Verschwindenlassen. Vorstandsmitglied der Martin-Ennals-Stiftung für Menschenrechtsverteidiger*innen, Lehrbeauftragte im Masterstudiengang Menschenrechte der FAU Erlangen-Nürnberg, Menschenrechtsexpertin u.a.

Prof. Dr. Uta Ruppert, Soziologin, Politikwissenschaftlerin, Universität Frankfurt

Roland Hertel, Geschäftsführender Vorstand der BAG Täterarbeit Häusliche Gewalt e.V.

Gunda Opfer, Expertin zum Thema “Menschenrechtsverletzungen an Frauen” von Amnesty International Deutschland

Moderation: Antonella Berta, ARD-Journalistin.
Sie hat im letzten Jahr eine Reportage zu Femizid in Deutschland gemacht: „Femizid – Wenn Männer ihre Partnerinnen töten“.

Als Schirmfrau für unsere Veranstaltungsreihe und das Projekt konnten wir Schwester Lea Ackermann, Deutsche Ordensschwester, Frauenrechtlerin und Gründerin der international tätigen Hilfsorganisationen SOLWODI und SOLGIDI gewinnen. Sie wird bei der Podiumsdiskussion anwesend sein und eine Rede halten. 

Wir planen die Durchführung in Präsenz, werden die Veranstaltungen aber auch über den Youtube Channel vom frauen museum Wiesbaden live streamen. Je nach Pandemielage müssen wir berücksichtigen, dass die Veranstaltungen nur Online durchgeführt werden können.

VIDEOS von Frauen, die sich zu diesem Thema äußern: Lanna Idriss (Geschäftsführerin von Amnesty International Deutschland), Judith Götz (Autor*innenkollektiv Feministische Intervention; AK Fe.In), Nancy Faeser (Generalsekretärin der SPD Hessen), Christa Gabriel (ehemalige Stadtverordnetenvorsteherin), Laura Berman (Intendantin der Oper Hannover), fünf Frauen von Terre des Femmes, Helena Waldmann (Choreographin), Susanne Hoffmann-Fessner (Vorsitzende der AG SPD-Frauen) – aber auch der Oberbürgermeister der Stadt Wiesbaden: Gert-Uwe Mende!

https://www.wiesbadener-burgfestspiele.de/programm/2021/11/23/femizid-jeden-dritten-tag

Das Programm als pdf gibt es hier

Femizid – jeden dritten Tag2021-07-09T13:29:23+02:00

Interkulturelle Veranstaltungen

interkulturelle Veranstaltungen
Frauenwelten e.V.

Das Projekt „Interkulturelle Veranstaltungen“ besteht aus zwei Veranstaltungen, die am 19.06 und 02.10.2021 im Hilde-Müller-Haus in Wiesbaden stattfinden sollen.
Selbstverständlich unter Beachtung der dann gültigen Regeln auf Grund der Corona-Krise. Unsere Zielgruppe sind alle Frauen aus Wiesbaden und der näheren Umgebung, überwiegend Migrant*innen und geflüchtete Frauen

Unsere interkulturellen Veranstaltungen unter der „Demokratie Leben“-Flagge Frauenwelten e. V. hat das Ziel, Frauen mit Migrations- und Flucht-Hintergrund über ihre Rechte und Pflichten und ihre psychosoziale Gesundheit aufzuklären. Dafür arbeiten wir in verschiedenen Projekten mit verschiedenen Angeboten. Eins dieser Projekte ist die Veranstaltungsreihe der interkulturellen Begegnungen. Hier geht es zum einen um das Feiern kultureller Werte und Traditionen der östlich und westlichen Länder. Darüber hinaus möchten wir Beispiele von erfolgreicher Integration präsentieren. Migrantinnen/Geflüchtete zeigen, wie sie es geschafft haben, in wenigen Jahren große Schritte zu machen, wie sie sich vom dunkelsten Teil ihrer Geschichte an positiv entwickelt haben, aus Krise und Blockaden eine Chance zu sehen.Außerdem zeigen Frauen ihre kreative künstlerische Seite und singen, tanzen,spielen Theater, etc. Es geht also hauptsächlich darum, dass erfolgreiche selbständige Frauen ihren Werdegang erzählen, darum, wie man sich unter Bewahren der eigenen kulturellen und religiösen Werte, in der demokratischen Gesellschaft als Frau selbständig machen kann.

Hinzu kommen weitere wichtige Aspekte dieser Veranstaltung: ein Netzwerk schaffen, in Kommunikation kommen, Vielfalt erleben, eine Chance zu bekommen, sich singend, tanzend, Theater spielend und kunstvoll kochend und backend zu zeigen.

www.frauenwelten-wi.de

Interkulturelle Veranstaltungen2021-04-01T16:37:28+02:00