Falsche Propheten – Goldgräber am rechten Rand

Der Verkauf von Edelmetallen scheint ein ehrbares Gewerbe. Doch der Schein kann trügen: Das Geschäft mit Gold oder Silber ist oft auch ein Geschäft mit der Angst der Kunden. Um die Nachfrage nach einer angeblich unter allen Umständen „sicheren Geldanlage“ anzuheizen, werden Ängste geschürt und das Vertrauen in demokratische Instanzen untergraben. Manche greifen dabei auf Verschwörungsmythen und antisemitischen Chiffren zurück. Die enge Verbindung dieses Gewerbes mit Rechtsradikalen und die Förderung derer Organisationen ist belegt. Im Jahr 2021 begleitete Momentmal! den Kongress „Go for Gold“ mit kritischen Podcasts, Videos und Artikeln, dür die eine eigene Website geschaffen wurde. Die Beiträge erreichten eine sehr hohe Reichweite. In diesem Jahr möchten wir das Thema nochmals aufgreifen, weil mit einem weiteren Kongress des Gold- und Wertehandels zu rechnen ist.

Ziel:

1. Wir wollen Erkenntnisse über diese vielschichtigen, oft nicht offensichtlichen Verbindungen in der Wiesbadener Öffentlichkeit breiter bekannt machen und die Bedeutung solcher Grauzonen problematisieren.

2. Wir wollen die öffentliche Diskussion darüber eröffnen, wie eine demokratische Stadtgesellschaft und ihre Institutionen grundsätzlich mit demokratiefeindlichen Grauzonen umgehen können und sollen.

Methoden:

1. Erstellung einer ca. 180 Seiten umfassenden Materialsammlung, die auf überarbeiteten Fachbeiträgen der Website und neuen Beiträgen fußt;

2. Öffentliche Veranstaltung mit einem Hauptreferenten (angefragt: Dr. Michael Blume, Antisemitismusbeauftragter BWü) und Podium