Schwarz. Deutsch. Weiblich. – Warum Feminismus mehr als Geschlechtergerechtigkeit fordern muss
16.11.2025 im Kunsthaus // Lesung mit Prof. Dr. Natasha A. Kelly
30.11.2025 Talkrunde: Zwischen Tradition und Moderne – Feminismus aus afrikanischer Perspektive
Viel zu oft neigen weiße Frauen dazu, Feminismus eindimensional und Unterdrückung singulär zu begreifen. Was fehlt, ist das Verständnis, dass Schwarze Frauen und Women of Color unterschiedlichen Formen von Unterdrückung gleichzeitig ausgesetzt sind. Natasha A. Kelly zeigt wie Elitedenken und rassistische Vorurteile seit Langem den westlichen feministischen Diskurs bestimmen und so einen für alle offenen Feminismus verhindern. Um das zu ändern, erzählt sie anhand von persönlichen und kollektiven Erfahrungen und historischen Schlaglichtern vom Schwarzen Feminismus in Deutschland.
Im Rahmen einer Lesung mit Prof. Natasha A. Kelly werden intersektionale Perspektiven auf Feminismus beleuchtet. Die Lesung findet im Kunsthaus Wiesbaden statt und wir von Mariela Georg moderiert.
Am 30.11. findet eine Talkrunde zum Thema „Zwischen Tradition und Moderne – Feminismus aus afrikanischer Perspektive“ statt.
Im Mittelpunkt steht der Feminismus im afrikanischen Kontext – ein Spannungsfeld zwischen traditionellen Rollenbildern, fehlender gesellschaftlicher Infrastruktur und modernen emanzipatorischen Bewegungen. Ziel ist es, die Auswirkungen dieser Herausforderungen auf afrikanische Frauen – sowohl in ihren Herkunftsländern als auch im Migrationsprozess – sichtbar zu machen und ihre gesellschaftliche Relevanz in Deutschland zu beleuchten.
Programmpunkte:
Talkrunde: Afrikanische Migrantinnen berichten über persönliche Erfahrungen, Identitätskonflikte und Herausforderungen zwischen Herkunft, Migration und feministischer Selbstbestimmung.
Fachvortrag: Dr. Moris Samen (Ethnologe & Soziologe) beleuchtet feministische Bewegungen im afrikanischen Kontext aus wissenschaftlicher Perspektive. Er analysiert historische, religiöse, kulturelle und politische Einflussfaktoren – darunter Kolonialismus und postkoloniale Dynamiken – und verknüpft diese mit aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen auf Basis eigener Feldforschungen.
Moderierte Diskussion: Offener Austausch mit dem Publikum zur Vertiefung und Reflexion.
Kulinarischer Ausklang: Begegnung und Vernetzung bei afrikanischen Spezialitäten.
